{"id":1168,"date":"2018-08-08T18:52:05","date_gmt":"2018-08-08T17:52:05","guid":{"rendered":"https:\/\/roswitha-faist.at\/?p=1168"},"modified":"2020-05-12T16:41:37","modified_gmt":"2020-05-12T15:41:37","slug":"kraft-des-gebetes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roswitha-faist.at\/?p=1168","title":{"rendered":"Kraft des Gebetes"},"content":{"rendered":"<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>Beten ist Sprechen mit Gott, sich ihm liebevoll anvertrauen und f\u00fcr seine Antworten offen zu sein.<\/h3>\n<p>Ein bewusstes sich Hineinbegeben in die Welt des Geistes, eintauchen in die Tiefe seiner Seele, sich mit Gott verbinden ist erlebtes Gebet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die Kraft die davon ausgeht, st\u00e4rkt K\u00f6rper, Geist und Seele .<\/strong><\/p>\n<p>Nur das in die Kirche gehen und halt mitbeten ohne Andacht bringt nichts, denn man bel\u00fcgt sich selbst. Es ist eine Scheinheiligkeit, die zur Schau getragen wird.<\/p>\n<p>Ich besuche gerne Kirchen, oder bleibe wenn wir wandern, bei einem Bildstock oder Kreuz stehen um Innezuhalten und zu meditieren.<\/p>\n<p>Mein Schwiegervater hielt vom Kirchengehen nicht viel, er meinte dort seien die <strong>Pharis\u00e4er<\/strong> anzutreffen, wo er ja gar nicht so unrecht hatte. Er verbrachte die Zeit lieber in der Natur, dort war er mit <strong>Gott<\/strong> mehr verbunden als in der Kirche.<\/p>\n<p>Er war jedoch <strong>kein<\/strong> Atheist, doch hatte er seinen eigenen Zugang zu Gott.<\/p>\n<p>Dies akzeptierte ich auch und konnte ihn sogar verstehen, denn ich kam aus einem Elternhaus, wo es selbstverst\u00e4ndlich war,&nbsp; jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, was mir schon oft als Zwang vorkam.<\/p>\n<p>Ich beobachtete oft die Menschen, wie sie so and\u00e4chtig waren, kaum war die Messe aus wurde geschimpft, was der Pfarrer f\u00fcr einen Bl\u00f6dsinn gepredigt hat, oder es wurden Leute ausgerichtet.<\/p>\n<p>Dies war f\u00fcr mich immer schrecklich und ich konnte es einfach nicht verstehen, weshalb die Menschen dann \u00fcberhaupt die Messe besuchten.<\/p>\n<p>Genauso war es mit dem Beichten, ich konnte nicht verstehen, wie es m\u00f6glich sein kann, dass die S\u00fcnden mit ein paar Vaterunser vergeben waren und die Menschen gleich weitermachten wie zuvor.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war dies eine Verlogenheit Gott gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Ich liebte als Kind die Jesusgeschichten, doch die Karwoche war f\u00fcr mich immer f\u00fcrchterlich. Ich war so w\u00fctend \u00fcber die Ungerechtigkeit, die Jesus angetan wurde und weinte oft bitterlich, am Karfreitag, \u00fcber die Kreuzigung von Jesus.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df noch wie meine Oma, die tiefgl\u00e4ubig war, mich tr\u00f6stete und sagte, ich soll mir dies nicht so zu Herzen nehmen.<\/p>\n<p>Ich lebte alles so intensiv mit, als w\u00e4re ich dabei gewesen, im Nachhinein betrachtet , war es schlichtweg eine \u00dcberforderung, denn f\u00fcr Kinder aufbereitete Gottesdienste gab es damals noch nicht.<\/p>\n<p>Als dann unsere Mutter schwer krank wurde und sie erkannte, dass sie nicht mehr gesund werden w\u00fcrde, obwohl wir sehr viel daf\u00fcr beteten, bat sie mich, zu beten, dass sie sterben m\u00f6ge. Das war ein Ringen mit mir und Gott, aber auch mit meiner Mutter, so etwas von mir zu fordern.<\/p>\n<p>Doch an ihrem flehenden Blick erkannte ich, dass es ihr ernst war und die Zeit zum Gehen f\u00fcr sie gekommen war, doch sie auch schwer ging, war sie doch erst 50 Jahre und musste ihre Liebsten zur\u00fcck lassen. Ich bat sie, dass sie mir ein Zeichen von Dr\u00fcben geben soll. Ich betete zu Gott, es m\u00f6ge so kommen, wie es f\u00fcr Mutti am besten sei.<\/p>\n<p>Meinen Egoismus habe ich damit \u00fcberwunden, ihr diesen Wunsch zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Was ich und meine Geschwister nach ihrem Tod erlebten, war wie ein Wunder. Wir hatten alle eine solche Kraft, dass wir sogar eigene F\u00fcrbitten beim Begr\u00e4bnis sprachen. Es war wie ein Quantensprung, so eine Einsicht bekam ich. Ja es \u00f6ffnete sich der Himmel und ich sah, wie ihre Seele, wie ein gelber Engel hinauf zur Sonne mit Leichtigkeit schwebte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>So traurig es war, so wundervoll war der Augenblick, ein tiefes inneres Erleben, meine Sinne wurden ge\u00f6ffnet , was zuvor nicht war.&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Seit damals habe ich keine Angst mehr vor dem Tod , denn ich habe gesehen und&nbsp; wei\u00df, wenn wir uns bem\u00fchen unseren Charakter zu veredeln , werden wir in eine Sph\u00e4re gehoben, die wir als Himmel bezeichnen.<\/p>\n<p>Wir begleiteten auch unseren Vater, doch dies war wieder ganz ein anderes Erlebnis.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>So einzigartig wie wir Menschen sind, so einzigartig ist auch das Hin\u00fcbergehen in die andere Ebene.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Mit diesem Einblick m\u00f6chte ich Mut machen, zu beten, denn das Sprechen mit Gott, hat Kraft und Gott liebt uns, wie wir uns nicht vorstellen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Wir sind auf der Welt, um Liebe zu sp\u00fcren, zu geben und vorzuleben.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Roswitha Faist<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beten ist Sprechen mit Gott, sich ihm liebevoll anvertrauen und f\u00fcr seine Antworten offen zu sein. 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